Über uns

Allenthalben werden wir wegen unserer nicht ganz alltäglichen Namen gefragt, woher wir kämen. Die meisten von uns sind hier geboren und aufgewachsen. Und kaum jemand weiss überhaupt noch, dass in der Nacht von 19. auf den 20. Juni 1940 in der Gegend um Goumois 12'000 polnische Soldaten und ungefähr 29'000 französische Armeeangehörige, darunter auch zahlreiche Nordafrikaner den Doubs und damit die Schweizer Grenze überschritten. Insgesamt waren zwischen 1940 und 1945 ungefähr 104'000 Militärangehörige verschiedenster Nationalitäten interniert.
Alle Soldaten bis auf die Polnischen wurden innert Jahresfrist in ihre Heimatländer zurück entlassen. Da Polen am 22. September 1939 durch das geheime Zusatzabkommen zwischen Hitler und Stalin von der Karte gestrichen wurde, konnten die Polen nicht in ihre Heimat zurückkehren. Auch Frankreich, in dessen Diensten die 2. Polnische Schützendivision gekämpft hatte, konnte oder wollte die ungefähr 12‘000 Männer nicht aufnehmen. So blieben sie als Internierte in der Schweiz. Viele, manche reden von ein paar hundert andere von ungefähr der Hälfte, fanden in der Schweiz eine neue Heimat und gründeten Familien. Wir sind die Nachkommen dieser Männer. Unsere Väter und Grossväter gehörten grösstenteils der 2. Polnischen Schützendivision an. Um das Andenken an die damaligen Ereignisse wachzuhalten gründeten wir im September 2013 eine Interessengemeinschaft - die IG Nachkommen internierter Polen in der Schweiz.

entstehungsgeschichtedesvereinsdernachkommen.pdf
Vorstandsliste20180811.pdf
statutenrevidiertmv10-10-15.pdf
Beitrittserklärung.pdf